Vorklang 29.9.11

Liebe Karlsruher Toastmasters-Gemeinde,

ich hatte Euch bereits angekündigt, dass ich Euch einen Vorklang schreiben werde. Googelt man diesen Begriff, findet sich ein Dichter namens Paul Heyse, der einst ein Gedicht mit diesem Titel geschrieben hat, in der Musikwissenschaft gibt es auch das eine oder andere dazu. Aber viel steckte bislang nicht in dem Wort.
Das ist nun anders!
Vorklang heißt bei uns Toastmasters, dass wir uns vorab mit Themen beschäftigen, die später Realität werden und im Nachklang ihre Aufarbeitung finden. Das Morgen heute schon zum Klingen bringen.
Dieser Vorklang beschäftigt sich mit unserem Namen „Karlsruher Redeclub“. Unser Name ist wieder ins Gerede gekommen und so wusste auch der Vorstand nicht, welchen Namen er auf unsere neue Toastmastersfahne drucken soll. Obwohl der Name schon seit drei Jahren steht, gibt es seit vergangenem Jahr immer wieder Diskussionen, ob das unser Name für die Zukunft sein soll. Das ist ungefähr so, als würde ein junges Paar ein Kind bekommen und es – sagen wir mal – Toni nennen. Bei der Einschulung des Kindes würde das Paar gefragt werden, wie der Schüler heißt und die Eltern meinen: „Wir nennen ihn Toni, können uns aber nicht einigen, auf welchen Namen wir das Kind tatsächlich taufen sollen.“
Das geht natürlich nicht.
Daher werden wir den fünften Donnerstag als Toastmastersabend nutzen, um das Projekt „Namensgebung“ zu starten. Und da wir demokratisch sind hat jeder die Chance, seinen Vorschlag einzubringen. Wir nutzen dazu die Möglichkeiten, die Toastmasters bietet: Am kommenden Donnerstag, dem 29. Sept., im „Abraham’s“, ab 19.30 Uhr werden wir bei den Stegreifreden nur das Thema „Namensgebung“ behandeln. Jeder hat die Chance, in einer Stegreifrede seinen Vorschlag vorzu-stellen und ihn kurz zu begründen. Alle Vorschläge werden gesammelt. Bis zum Ende des Jahres soll dann der endgültige Name stehen.
Damit wird klar, wozu wir den Vorklang brauchen: Ich möchte jedem von Euch die Möglichkeit geben, sich einen Namensvorschlag zu überlegen und zu begründen. Denn diese Stegreifreden benötigen einen gedanklichen Vorlauf, der nicht spontan geleistet werden kann. Zudem brauchen wir gute Vorschläge. Diese gedeihen in einer ruhigen Minute in der Natur, im stillen Kämmerlein, unter der Dusche, beim Wein oder bei einem Bier.
So bitte ich um Eure Vorschläge und freue mich, die Stegreifreden am kommenden Donnerstag moderieren zu dürfen.

Bis dahin wünsche ich Euch viele kreative Momente
Andreas Schrieder